Mittwoch, Januar 28, 2009

Donnerstag, Januar 15, 2009

DEUTSCHLANDZUNGE
THEOLOGIA DEUTSCH
Vorliegende Schrift ist von einem Deutschherren
im Frankfurter Deutschorden verfasst worden in
den letzten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts.
Ueber ihn und seinen Namen wurde in Büchern
weiter nichts bekannt. In der Geborgenheit des
Ordenskleides ist diese Schrift selbstlos der
deutschen Zunge gegeben worden, um der
heiligen Sache willen, von der diese Worte
sprechen. Wir empfangen von ihm das
Vermächtnis tiefstgreifender deutscher
Philosophie, die an die Wurzeln der inneren
Menschengeschichte geht, alles überleuchtend,
was danach kam als Zeugnis von der Wahrheit
des Geistes, vor die Welt tretend in dem Worte
des Deutschen.
(Paul Krödel ueber THEOLOGIA DEUTSCH auch
bekannt als DER FRANKFURTER deutschsprachige
mystische Schrift aus dem 14. Jh. Zum erstenmal
herausgeben von Martin Luther als Druck)

Dienstag, Januar 13, 2009

"Das Berlinische ist nicht, wie man immer wieder lesen kann,
ein regelloses Gemisch in verwahrloster Form, sondern in
seiner Geschichte deutlich faßbar. Seine Elemente liegen klar
vor uns: der Lautgestalt nach ist es die im 16. Jahrhundert
aus dem Obs. [Obersächsischen] entlehnte Sprachform, ist
es hochdeutsch, und wenn bei Dialektfragen die Lautgestalt
zugrunde gelegt wird, so ist das Berlinische nur als
'hochdeutscher' Dialekt zu bewerten. Aber diese Lautgestalt
wurde von einem niederdeutschen Volke übernommen und
erhielt dadurch in Intonation und Ausprache 'niederdeutschen
Charakter'. Zunächst vom höheren Bürgerstand getragen,
gewinnt dies Berlinische allmählich die unteren Schichten,
die in Wort- und Formenschatz dem Niederdeuschen näher
geblieben waren. Wenn die obere Klasse es zugunsten der
Schriftsprache aufgibt, wenn es sich in die unteren Kreise
zurückzieht, so dringen einige der hier lebenden etwas
gröberen Formen vor. Im Wortschatz endlich finden wir
die Spuren aller Epochen, die unsere Sprache durchlaufen
hat, aber auch aller der Beziehungen, die in Berlin
zusammenströmen, schließlich den charakteristischen
Widerklang der berlinischen Geistesart. Statt der
geschichtslosen Form finden wir im Gegenteil eine in
ihrer Schichtung besonders interessante Bildung,
und so dürfen wir auch hier wieder einmal feststellen,
daß Berlin besser ist als sein Ruf.
(Agathe Lasch erste deutsche Germanistikprofessorin
*1879 - 1942 - deportiert und ermordert)

Donnerstag, Januar 08, 2009

Elsa Blanke

von der Krummen Lanke
trägt ihr Haar als Welle
über ihre Schulter Schwelle
fällt hinab den Rücken
um den Hintern zu entzücken
kräuselt sich zur Kehle Knie
dreht nen Radius Wie mal Pi
und legt sich ab mit Muse
um sich auszuruhen am Fuße

Mittwoch, Januar 07, 2009

Elsa Blanke

von der Krummen Lanke
geht bei Nacht auf den Balkon
steigt in ihren Gasballon
lässt sich treiben übers Land
steht im purpurnen Gewand
wie eine blühend Ranke
die Elsa von der Krummen Lanke
zieht am Himmel ihre Bahn
mit ihrem Schweif Kometenclan
schaut übers tiefe Sternenall
raubt dem Mars den Basketball
reibt sich die Nase an der Blanke
die Elsa von der Krummen Lanke

Montag, Januar 05, 2009

Elsa Blanke

von der Krummen Lanke
plant am Ufer einen Steg
mit ner Laube und nem Weg
macht sich ein paar Skizzen
im Stehen wie im Sitzen
sie schiebt und rechnet kalkuliert
zeichnet Linien viertelviert
entwirft ne Bohle und ne Blanke
die Elsa von der Krummen Lanke